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Entscheidung

1 StR 249/23

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

StrafrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2023:280823B1STR249
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2023:280823B1STR249.23.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 1 StR 249/23 vom 28. August 2023 in der Strafsache gegen wegen Steuerhinterziehung - 2 - Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesan- walts und nach Anhörung der Beschwerdeführerin am 28. August 2023 beschlos- sen: 1. Die Revision der Angeklagten gegen das Urteil des Landge- richts Stade vom 13. Februar 2023 wird als unbegründet ver- worfen (§ 349 Abs. 2 StPO). 2. Die Beschwerdeführerin hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen. Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts ist auszuführen: Ungeachtet des Umstandes, dass die Rüge der Verletzung des § 229 Abs. 1, Abs. 4 StPO, im Termin zur Hauptverhandlung am 17. Oktober 2022 sei nicht zur Sache verhandelt worden, aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbun- desanwalts unbegründet ist (vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 13. Dezember 2022 – 6 StR 95/22 Rn. 28; vom 3. August 2022 – 5 StR 47/22 Rn. 10 und vom 5. No- vember 2008 – 1 StR 583/08, BGHR StPO § 229 Abs. 1 Sachverhandlung 10; Urteile vom 16. November 2017 – 3 StR 262/17 Rn. 10 und vom 16. Januar 2014 – 4 StR 370/13, BGHR StPO § 229 Abs. 1 Sachverhandlung 15 Rn. 15 f.), ist diese Beanstandung bereits unzulässig (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO): Die Revision teilt zum einen den Beschluss des Landgerichts vom 5. Okto- ber 2022 nicht mit, durch den der Lauf der Unterbrechungsfrist nach § 229 Abs. 1 StPO gemäß § 10 Abs. 1 EGStPO im Zeitraum vom 26. September 2022 bis - 3 - 5. Oktober 2022 festgestellt wurde (Bd. II Bl. 66 f. d.A.). Zum anderen wird von der Revision der in der Hauptverhandlung vom 18. Oktober 2022 verlesene Ver- merk des Vorsitzenden (Bd. II Bl. 68 d.A.) nicht vorgetragen, in dem der Vorsit- zende seine Ermittlungen zur Verhandlungsunfähigkeit der Angeklagten im Ter- min vom 17. Oktober 2022 zusammengefasst hat. Eines entsprechenden voll- ständigen Vortrags hätte es aber bedurft, um den Ablauf der Frist des § 10 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 EGStPO zu bestimmen und um beurteilen zu können, ob dem Vorsitzenden noch weitere Nachforschungen zum Gesundheitszustand der An- geklagten oblagen (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Juni 2023 – 1 StR 127/23 Rn. 3). Jäger Bellay Fischer Bär Leplow Vorinstanz: Landgericht Stade, 13.02.2023 - 500 KLs 141 Js 29139/21 (7/21)