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Beschluss

22 L 1498/18.A

Verwaltungsgericht Düsseldorf, Entscheidung vom

ECLI:DE:VGD:2018:0702.22L1498.18A.00
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Tenor

Der Eilantrag wird abgelehnt.

Die Antragsteller tragen die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.

Entscheidungsgründe
Der Eilantrag wird abgelehnt. Die Antragsteller tragen die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden. Gründe: Der am 18. Mai 2018 gestellte Antrag, die aufschiebende Wirkung der unter dem Aktenzeichen 22 K 4472/18.A anhängigen Klage vom 18. Mai 2018 gegen Ziffer 3 des Bescheids des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vom 26. April 2018 anzuordnen, hat keinen Erfolg. Er ist unzulässig. Der Antrag ist bereits unstatthaft, siehe dazu auch VG Düsseldorf, Beschluss vom 15. Mai 2018 – 29 L 1025/18.A –, juris, Rn. 2 ff.; anderer Ansicht: VG Berlin, Beschluss vom 12. Juni 2018 – 23 L 287/18 A –, juris, Rn. 4, und vom 22. Dezember 2017 – 23 L 896.17 A –, juris, Rn. 4; VG Bremen, Beschluss vom 28. Mai 2018 – 5 V 813/18 –, juris, Rn. 10; VG Wiesbaden, Beschluss vom 14. Mai 2018 – 7 L 482/18.WI.A –, juris, Rn. 18; VG Köln, Beschluss vom 9. Mai 2018 – 14 L 826/18.A –, juris, Rn. 3; VG Ansbach, Beschluss vom 8. Mai 2018 – AN 17 S 18.50410 –, juris, Rn. 15; VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 4; VG Magdeburg, Beschluss vom 3. Januar 2018 – 1 B 651/17 –, juris, Rn. 4 f.; VG Trier, Beschluss vom 13. Dezember 2017 – 7 L 14132/17.TR –, juris, Rn. 2 ff.; offen gelassen: VG Berlin, Beschluss vom 24. Mai 2018 – 6 L 132.18 A –, juris, Rn. 11. Ein Antrag gemäß § 80 Abs. 5 VwGO ist nur dann statthaft, wenn ein gegenüber dem Antragsteller noch nicht bestandskräftiger, belastender Verwaltungsakt vorliegt, der entweder kraft Gesetzes oder kraft behördlicher Anordnung der sofortigen Vollziehung (§ 80 Abs. 2 S. 1 Nr. 4 VwGO) sofort vollziehbar ist, Schenke, in: Kopp/ders., VwGO, 23. Aufl. 2017, § 80 Rn. 130. Diese Voraussetzungen liegen hier nicht vor. Weder hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bundesamt) die sofortige Vollziehung der Abschiebungsandrohung in Ziffer 3 des streitgegenständlichen Bescheids vom 26. April 2018 angeordnet, noch ist die Abschiebungsandrohung kraft Gesetzes sofort vollziehbar. Insbesondere ergibt sich eine sofortige Vollziehbarkeit kraft Gesetzes hier nicht aus § 36 Abs. 3 Satz 1 AsylG i.V.m. § 75 Abs. 1 AsylG, anderer Ansicht VG Berlin, Beschluss vom 12. Juni 2018 – 23 L 287/18.A –, juris, Rn. 4, und vom 22. Dezember 2017 – 23 L 896.17 A –, juris, Rn. 4. Denn § 36 Abs. 3 Satz 1 AsylG bezieht sich nur auf diejenigen Fälle, in denen das Bundesamt nach § 36 Abs. 1 AsylG eine Ausreisefrist von einer Woche gesetzt hat. Entgegen der Vorschrift des § 36 Abs. 1 AsylG hat das Bundesamt im hier vorliegenden Fall der Unzulässigkeit des Asylantrags nach § 29 Abs. 1 Nr. 2 AsylG jedoch unter ausdrücklicher Berufung auf § 38 Abs. 1 AsylG eine Ausreisefrist von 30 Tagen nach Bekanntgabe der Entscheidung beziehungsweise im Falle einer Klageerhebung nach dem unanfechtbaren Abschluss des Asylverfahrens gesetzt. Diese Konstellation ist von § 36 Abs. 3 Satz 1 AsylG vor dem Hintergrund des systematischen Zusammenhangs mit § 36 Abs. 1 AsylG nicht umfasst. Vorliegend greift vielmehr die in § 75 Abs. 1 i.V.m. § 38 Abs. 1 AsylG vorgesehene Ausnahme von der sofortigen Vollziehung kraft Gesetzes, VG Düsseldorf, Beschluss vom 15. Mai 2018 – 29 L 1025/18.A –, juris, Rn. 7; anderer Ansicht u.a. VG Bremen Beschluss vom 28. Mai 2018 – 5 V 813/18 –, juris, Rn. 10. Nach § 75 Abs. 1 AsylG hat die Klage gegen Entscheidungen nach dem AsylG (nur) in den Fällen des § 38 Abs. 1 AsylG sowie der §§ 73, 73b und 73c AsylG aufschiebende Wirkung. Dabei ist der Verweis auf „die Fälle des § 38 Abs. 1 AsylG“ nicht so zu lesen, dass die materiellen Voraussetzungen dieser Norm in Bezug genommen werden, also die aufschiebende Wirkung nach § 75 Abs. 1 AsylG (nur) bestünde, wenn ein „sonstiger Fall“ i.S.d. § 38 Abs. 1 Satz 1 AsylG selbst vorläge, anderer Ansicht VG Bremen Beschluss vom 28. Mai 2018 – 5 V 813/18 –, juris, Rn. 10; VG Wiesbaden, Beschluss vom 14. Mai 2018 – 7 L 482/18.WI.A –, juris, Rn. 18; VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 4; VG Magdeburg, Beschluss vom 3. Januar 2018 – 1 B 651/17 –, juris, Rn. 5; wohl auch VG Berlin, Beschluss vom 9. Januar 2018 – 28 L 741.17 A –, juris, Rn. 4; Diesterhöft, HTK-AuslR / § 75 AsylG / Suspensiveffekt, Stand: 18.11.2016, Rn. 9 ff.; Marx, AsylG, 9. Aufl. 2017, § 75 Rn. 2. Es kommt vielmehr darauf an, ob die Ausreisefrist durch das Bundesamt derart gesetzt wurde, wie es in § 38 Abs. 1 AsylG vorgesehen ist, also – wie hier – mit einer Länge von 30 Tagen und im Falle der Klageerhebung von 30 Tagen nach dem unanfechtbaren Abschluss des Asylverfahrens, diesbezüglich nicht eindeutig OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 17. Mai 2018 – 4 B 464/18.A –, juris, Rn. 1. Das ergibt sich aus dem Sinn und Zweck des § 75 Abs. 1 AsylG, nach dem die aufschiebende Wirkung der Klage gerade in den Fällen bestehen soll, in denen die Ausreisefrist bei Klageerhebung ohnehin erst 30 Tage nach unanfechtbarem Abschluss des Asylverfahrens endet. Der Eintritt der aufschiebenden Wirkung der Klage nach § 75 Abs. 1 VwGO scheidet vorliegend schließlich auch nicht deswegen aus, weil das Bundesamt gemäß § 36 Abs. 1 AsylG eine Ausreisefrist von einer Woche hätte setzen müssen. VG Düsseldorf, Beschluss vom 15. Mai 2018 – 29 L 1025/18.A –, juris, Rn. 8.; anderer Ansicht vgl. VG Berlin, Beschluss vom 12. Juni 2018 – 23 L 287/18.A –, juris, Rn. 4, und vom 22. Dezember 2017 – 23 L 896.17 A –, juris, Rn. 4; VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 4; VG Magdeburg, Beschluss vom 3. Januar 2018 – 1 B 651/17 –, juris, Rn. 5. Gegenstand jeder gerichtlichen Überprüfung eines belastenden Bescheids sind lediglich diejenigen Regelungen, die die entsprechende Behörde in dem angegriffenen Bescheid getroffen hat. VG Düsseldorf, Beschluss vom 15. Mai 2018 – 29 L 1025/18.A –, juris, Rn. 10. Ein anderes Ergebnis folgt auch nicht aus dem Umstand, dass den Antragsteller durch die – wohl bewusst – vom Bundesamt gesetzte Ausreisefrist von 30 Tagen die Aussicht auf den Eintritt der für sie positiven Rechtsfolge des § 37 Abs. 1 AsylG „genommen“ wird. Denn dem angefochtenen Bescheid kommt insoweit keine sofort vollziehbare, die Antragsteller belastende Regelungswirkung zu. Siehe dazu näher VG Düsseldorf, Beschluss vom 15. Mai 2018 – 29 L 1025/18.A –, juris, Rn. 15 ff. Darüber hinaus fehlt den Antragstellern entgegen ihrer Ansicht auch das Rechtsschutzbedürfnis für die Inanspruchnahme vorläufigen Rechtsschutzes, vgl. VG Berlin, Beschluss vom 24. Mai 2018 – 6 L 132.18 A –, juris, Rn. 11 ff.; VG Köln, Beschluss vom 9. Mai 2018 – 14 L 826/18.A –, juris, Rn. 4 ff.; VG Ansbach, Beschluss vom 8. Mai 2018 – AN 17 S 18.50410 –, juris, Rn. 17 ff.; VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 5 ff.; anderer Ansicht u.a. VG Berlin, Beschluss vom 12. Juni 2018 – 23 L 287/18.A –, juris, Rn. 5; VG Bremen Beschluss vom 28. Mai 2018 – 5 V 813/18 –, juris, Rn. 12 f.; VG Wiesbaden, Beschluss vom 14. Mai 2018 – 7 L 482/18.WI.A –, juris, Rn. 25 ff.; VG Magdeburg, Beschluss vom 3. Januar 2018 – 1 B 651/17 –, juris, Rn. 6 ff. Das Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes nach § 80 Abs. 5 VwGO dient dazu, zu verhindern, dass vor einer abschließenden Entscheidung im Hauptsacheverfahren eine Vollziehung des streitgegenständlichen Verwaltungsakts erfolgt, die auch bei einem Erfolg in der Hauptsache nicht oder nur unter nicht wiedergutzumachenden Beeinträchtigungen rückgängig gemacht werden kann. Vgl. BVerfGE 35, 263 (274); 67, 43 (58); 69, 315 (372); siehe auch Schenke, in: Kopp/ders., VwGO, 23. Aufl. 2017, § 80 Rn. 1. Vor diesem Hintergrund besteht grundsätzlich kein Rechtsschutzbedürfnis für die gerichtliche Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Klage, wenn die Vollziehung eines Verwaltungsakts von vornherein nicht droht. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 12. Juni 1998 – 4 B 39/98 –, juris, Rn. 5; vgl. Külpmann, in: Finkelnburg/Dombert/Külpmann, Vorläufiger Rechtsschutz im Verwaltungsstreitverfahren, 7. Aufl. 2017, Rn. 950. Dies gilt auch im asylrechtlichen vorläufigen Rechtsschutzverfahren, vgl. VG Köln, Beschluss vom 9. Mai 2018 – 14 L 826/18.A –, juris, Rn. 8; VG Ansbach, Beschluss vom 8. Mai 2018 – AN 17 S 18.50410 –, juris, Rn. 19; VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 5. Nach Maßgabe dieser Grundsätze haben die Antragsteller hier kein Rechtsschutzbedürfnis, weil eine Vollziehung der Abschiebungsandrohung mit Blick auf die im Falle der – erfolgten – Klageerhebung erst 30 Tage nach dem unanfechtbaren Abschluss des Asylverfahrens endende Ausreisefrist vor deren Ablauf ohnehin nicht zulässig, VG Ansbach, Beschluss vom 8. Mai 2018 – AN 17 S 18.50410 –, juris, Rn. 18; vgl. VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 6; vgl. zur Unzulässigkeit der Abschiebung in diesem Fall bei indes trotzdem angenommenem Rechtsschutzinteresse VG Berlin, Beschluss vom 9. Januar 2018 - 28 L 741/17 A -, juris, Rn. 8, und vorliegend auch faktisch nicht zu erwarten ist, was bereits die Rechtsmittelbelehrung des angegriffenen Bescheids erkennen lässt. Etwas anderes ergibt sich auch insoweit nicht aus § 37 Abs. 1 AsylG, vgl. VG Berlin, Beschluss vom 24. Mai 2018 – 6 L 132.18 A –, juris, Rn. 12; VG Köln, Beschluss vom 9. Mai 2018 – 14 L 826/18.A –, juris, Rn. 19; VG Ansbach, Beschluss vom 8. Mai 2018 – AN 17 S 18.50410 –, juris, Rn. 19; VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 7 f.; anderer Ansicht VG Berlin, Beschluss vom 12. Juni 2018 – 23 L 287/18 A –, juris, Rn. 5, vom 9. Januar 2018 - 28 L 741/17 A -, juris, Rn. 8 f., und vom 22. Dezember 2017 – 23 L 896.17 A –, juris, Rn. 5; VG Bremen Beschluss vom 28. Mai 2018 – 5 V 813/18 –, juris, Rn. 12 f.; VG Wiesbaden, Beschluss vom 14. Mai 2018 – 7 L 482/18.WI.A –, juris, Rn. 26 f.; VG Magdeburg, Beschluss vom 3. Januar 2018 – 1 B 651/17 –, juris, Rn. 9; VG Trier, Beschluss vom 13. Dezember 2017 – 7 L 14132/17.TR –, juris, Rn. 11 f. Nach dieser Vorschrift werden die Entscheidung des Bundesamtes über die Unzulässigkeit nach § 29 Abs. 1 Nr. 2 AsylG und die Abschiebungsandrohung von Gesetzes wegen unwirksam, wenn das Verwaltungsgericht einem Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO entspricht (Satz 1). Das Bundesamt hat das Asylverfahren in diesem Falle fortzuführen (Satz 2). Damit verschafft die Regelung den Antragstellern aber im Ergebnis keinen rechtlichen Vorteil, der über denjenigen hinausgeht, den sie auch mit einer stattgebenden Entscheidung im Hauptsacheverfahren erreichen würden. Denn § 37 Abs. 1 AsylG führt lediglich dazu, dass die Folgen, die auch ein Erfolg in der Hauptsache hätte, zeitlich früher und nach nur summarischer Prüfung der Rechtmäßigkeit des Bescheids eintreten, siehe auch VG Berlin, Beschluss vom 24. Mai 2018 – 6 L 132.18 A –, juris, Rn. 16; VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 7. Allein dieses Interesse der Antragsteller, den Erfolg im Hauptsacheverfahren an einen (zügigeren) Erfolg nach Maßstab eines vorläufigen Rechtsschutzverfahrens zu knüpfen, vermag ein Rechtsschutzbedürfnis für die Inanspruchnahme vorläufigen Rechtsschutzes indes nicht zu begründen. Denn diese Regelung hat keinen Einfluss auf den – oben dargestellten – Sinn des vorläufigen Rechtsschutzverfahrens, VG Ansbach, Beschluss vom 8. Mai 2018 – AN 17 S 18.50410 –, juris, Rn. 19; VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 7, vgl. VG Berlin, Beschluss vom 24. Mai 2018 – 6 L 132.18 A –, juris, Rn. 16; VG Köln, Beschluss vom 9. Mai 2018 – 14 L 826/18.A –, juris, Rn. 7 f., anderer Ansicht VG Bremen Beschluss vom 28. Mai 2018 – 5 V 813/18 –, juris, Rn. 12 f., das seine Eigenart durch die besonders angeordnete Folge des § 37 Abs. 1 AsylG gerade nicht verliert, VG Köln, Beschluss vom 9. Mai 2018 – 14 L 826/18.A –, juris, Rn. 7 f.; VG Cottbus, Beschluss vom 4. Mai 2018 – VG 5 L 259/18.A –, juris, Rn. 7; vgl. Marx, AsylG, 9. Aufl. 2017, § 37 Rn. 3; vgl. so zu § 10 Abs. 4 AsylVfG a. F.: BVerfG, Beschluss vom 2. Februar 1988 – 2 BvR 702/84 et. al. –, juris, Rn. 37. Ein anderes Ergebnis folgt auch nicht aus der Gesetzgebungshistorie zu § 37 Abs. 1 AsylG oder zur ursprünglichen Vorgängerregelung des § 10 Abs. 4 AsylVfG 1982, siehe zum ursprünglichen Normtext BGBl. I, 1982, S. 946 (947); zur Gesetzgebungshistorie siehe insbesondere BT-Drucks. 9/1705, S. 2 f. Schließlich ergibt sich auch kein anderes Ergebnis, wenn das Bundesamt die Folge des § 37 Abs. 1 AsylG mit der gesetzten Ausreisefrist von 30 Tagen bewusst umgehen wollte. Dies mag zwar vor dem Hintergrund des Gebots der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung aus Art. 20 Abs. 3 GG bedenklich sein, so insbesondere VG Wiesbaden, Beschluss vom 14. Mai 2018 – 7 L 482/18.WI.A –, juris, Rn. 28; VG Trier, Beschluss vom 13. Dezember 2017 – 7 L 14132/17.TR –, juris, Rn. 7, 12, führt aber weder dazu, dass die Antragsteller vor Ablauf der gesetzten Ausreisefrist abgeschoben werden können, vgl. auch VG Köln, Beschluss vom 9. Mai 2018 – 14 L 826/18.A –, juris, Rn. 14, noch verändert es den Charakter des vorläufigen Rechtsschutzverfahrens, vgl. auch VG Ansbach, Beschluss vom 8. Mai 2018 – AN 17 S 18.50410 –, juris, Rn. 20. Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 1 VwGO. Gerichtskosten werden gemäß § 83b AsylG nicht erhoben. Der Gegenstandswert ergibt sich aus § 30 Abs. 1 RVG. Der Beschluss ist unanfechtbar (§ 80 AsylG).