Beschluss
10 UF 184/19
Oberlandesgericht Köln, Entscheidung vom
ECLI:DE:OLGK:2019:1126.10UF184.19.00
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Tenor
Der Antrag der Kindesmutter auf Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe für das Beschwerdeverfahren wird zurückgewiesen.
Die Beschwerde der Kindesmutter gegen den Beschluss des Amtsgerichts – Familiengericht – Aachen vom 25.09.2019 – 228 F 239/19 - wird als unzulässig verworfen.
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens trägt die Kindesmutter.
Wert des Beschwerdeverfahrens: 1.500,00 €
Entscheidungsgründe
Der Antrag der Kindesmutter auf Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe für das Beschwerdeverfahren wird zurückgewiesen. Die Beschwerde der Kindesmutter gegen den Beschluss des Amtsgerichts – Familiengericht – Aachen vom 25.09.2019 – 228 F 239/19 - wird als unzulässig verworfen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens trägt die Kindesmutter. Wert des Beschwerdeverfahrens: 1.500,00 € Gründe: Die Beschwerde ist bereits unstatthaft, weil – worauf der Senat mit Verfügung vom 23.10.2019 auch hingewiesen hatte - Entscheidungen, die vom Familiengericht im Wege der einstweiligen Anordnung erlassen wurden, nicht anfechtbar sind (§ 57 Satz 1 FamFG). Dazu gehören insbesondere auch Entscheidungen wie die - hier vorliegende – Entscheidung im Rahmen einer einstweiligen Anordnung zum Umgang (vgl. OLG Köln, Beschl. v. 14.06.2010 - 4 WF 101/10, FamRZ 2010, 1829; OLG Köln,Beschl. v. 03.11.2010 - 4 WF 190/10, FamRZ 2011, 574), auch dann, wenn eine mündliche Erörterung stattgefunden hat (vgl. nur KG, Beschl. v. 01.08.2016 – 13 UF 106/16, FamRZ 2016, 2111; KG, Beschl. v. 02.02.2017 – 13 UF 163/16, FamRZ 2017, 1061). Die mit der Beschwerde geäußerte Rechtsansicht, wegen der in der angefochtenen Entscheidung angeordneten „Mitwirkungshandlungen“ handele es sich um einen Fall der Kindesherausgabe nach § 57 S. 2 Nr. 2 FamFG, ist rechtsirrig; dient eine etwaige Herausgabe lediglich – wie vorliegend – der Ausübung des Umganges, fehlt es an einer Regelung i.S.d. S. 2 Nr. 2 (Musielak/Borth, FamfG, 6. Aufl. (2018), § 57, Rn. 6; Prütting/Helms, FamFG, 4. Aufl. (2018), § 57, Rn. 8; Zöller-Feskorn, 33. Aufl. (2020), § 57, Rn. 7). Die erfolgte Rechtsmittelbelehrung stellt keine - gegebenenfalls konkludente - Zulassung der Beschwerde dar (vgl. BGH, Beschl. v. 09.04.2014 - XII ZB 565/13, FamRZ 2014, 1100); auch begründet eine rechtsirrtümliche Rechtsmittelbelehrung nicht die Anfechtbarkeit einer nicht anfechtbaren Entscheidung (BGH, Beschl. v. 21.02.2007 – AnwZ (B) 86/06, NJW-RR 2007, 1071; OLG Koblenz, Beschl. v. 14.12.2009 – 11 UF 766/09, FamRZ 2010, 908). Die Kostenentscheidung beruht auf § 84 FamFG. Da das Rechtsmittel ohne Erfolg ist, war nach § 76 FamFG, § 114 ZPO die begehrte Verfahrenskostenhilfe zu versagen.