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Beschluss

7 T 185/12

Landgericht Duisburg, Entscheidung vom

ECLI:DE:LGDU:2012:1129.7T185.12.00
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Leitsätze

Im Eröffnungsverfahren nach § 270a Abs. 1 InsO kann das Insolvenzgericht den Schuldner, nicht aber den vorläufigen Sachwalter, zur Begründung einzelner, im Voraus festgelegter Verbindlichkeiten zu Lasten der späteren Insolvenzmasse ermächtigen (Anschluss AG Köln, Beschluss vom 26.03.2012, Az. 73 IN 125/12, ZIP 2012, 788; AG München, Beschluss vom 27.06.2012, Az. 1506 IN 1851/12, ZIP 2012, 1470; entgegen AG Fulda, Beschluss vom 28.03.2012, Az. 91 IN 9/12, ZIP 2012, 1471; AG Hamburg, Beschluss vom 04.04.2012, Az. 67g IN 74/12, ZIP 2012, 787).

Tenor

Auf die so­for­ti­ge Be­schwer­de der Schuld­ne­rin wird der Be­schluss des Amts­ge­richts Duis­burg vom 06.11.2012, 14:00 Uhr (62 IN 178/12), teil­wei­se ab­ge­än­dert und wie folgt neu ge­fasst:

 

Im Wege der einst­wei­li­gen An­ord­nung zur Si­che­rung der künf­ti­gen In­sol­venz­mas­se (§ 21 Abs. 1 S. 1 InsO) wird be­stimmt:

 

Der Schuld­ne­rin wird er­mäch­tigt, für fol­gen­de Be­rei­che Ver­bind­lich­kei­ten mit dem Rang des § 55 Abs. 2 InsO zu be­grün­den, die nach der Er­öff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens als Mas­se­ver­bind­lich­kei­ten gel­ten:

 

- Lie­fe­run­gen (Um­fang/Monat: 50.000,00 €) und Leis­tun­gen (Dienst­leis­tun­gen/Ver­sor­gungs­leis­tun­gen/sons­ti­ge) (Um­fang/Monat: 100.000,00 €), wie in An­la­ge 3 zu dem Be­schluss des Amts­ge­richts Duis­burg vom 06.11.2012, 14:00 Uhr (Sei­ten 1 bis 7, „Ein­zel­er­mäch­ti­gun­gen – Kon­kre­ti­sie­rung der ein­zu­ge­hen­den Ver­pflich­tun­gen mit Er­mäch­ti­gung des Ge­richts“) kon­kre­ti­siert,

 

- Si­che­rung der In­sol­venz­geld­vor­fi­nan­zie­rung mit der I1AG in Bezug auf Zin­sen und Ge­büh­ren in Höhe von ca. 20.000,00 €.

Entscheidungsgründe
Leitsatz: Im Eröffnungsverfahren nach § 270a Abs. 1 InsO kann das Insolvenzgericht den Schuldner, nicht aber den vorläufigen Sachwalter, zur Begründung einzelner, im Voraus festgelegter Verbindlichkeiten zu Lasten der späteren Insolvenzmasse ermächtigen (Anschluss AG Köln, Beschluss vom 26.03.2012, Az. 73 IN 125/12, ZIP 2012, 788; AG München, Beschluss vom 27.06.2012, Az. 1506 IN 1851/12, ZIP 2012, 1470; entgegen AG Fulda, Beschluss vom 28.03.2012, Az. 91 IN 9/12, ZIP 2012, 1471; AG Hamburg, Beschluss vom 04.04.2012, Az. 67g IN 74/12, ZIP 2012, 787). Auf die so­for­ti­ge Be­schwer­de der Schuld­ne­rin wird der Be­schluss des Amts­ge­richts Duis­burg vom 06.11.2012, 14:00 Uhr (62 IN 178/12), teil­wei­se ab­ge­än­dert und wie folgt neu ge­fasst: Im Wege der einst­wei­li­gen An­ord­nung zur Si­che­rung der künf­ti­gen In­sol­venz­mas­se (§ 21 Abs. 1 S. 1 InsO) wird be­stimmt: Der Schuld­ne­rin wird er­mäch­tigt, für fol­gen­de Be­rei­che Ver­bind­lich­kei­ten mit dem Rang des § 55 Abs. 2 InsO zu be­grün­den, die nach der Er­öff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens als Mas­se­ver­bind­lich­kei­ten gel­ten: - Lie­fe­run­gen (Um­fang/Monat: 50.000,00 €) und Leis­tun­gen (Dienst­leis­tun­gen/Ver­sor­gungs­leis­tun­gen/sons­ti­ge) (Um­fang/Monat: 100.000,00 €), wie in An­la­ge 3 zu dem Be­schluss des Amts­ge­richts Duis­burg vom 06.11.2012, 14:00 Uhr (Sei­ten 1 bis 7, „Ein­zel­er­mäch­ti­gun­gen – Kon­kre­ti­sie­rung der ein­zu­ge­hen­den Ver­pflich­tun­gen mit Er­mäch­ti­gung des Ge­richts“) kon­kre­ti­siert, - Si­che­rung der In­sol­venz­geld­vor­fi­nan­zie­rung mit der I1AG in Bezug auf Zin­sen und Ge­büh­ren in Höhe von ca. 20.000,00 €. G r ü n d e : Die gemäß §§ 6 Abs. 1 S. 1, 21 Abs. 1 S. 2 InsO statt­haf­te – und auch im Üb­ri­gen zu­läs­si­ge – so­for­ti­ge Be­schwer­de der Schuld­ne­rin hat Er­folg. 1. Zu­tref­fend ist das Amts­ge­richt davon aus­ge­gan­gen, dass ein Er­for­der­nis zur Be­grün­dung ein­zel­ner, im Vo­raus fest­ge­leg­ter Ver­bind­lich­kei­ten zu Las­ten der spä­te­ren In­sol­venz­mas­se auch dann an­zu­erken­nen ist, wenn in einem Er­öff­nungs­ver­fah­ren gemäß § 270a Abs. 1 InsO an­stel­le eines vor­läu­fi­gen In­sol­venz­ver­wal­ters ein vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter be­stellt wird. Den dies­be­züg­li­chen Aus­füh­run­gen des Amts­ge­richts schließt die Kam­mer sich – in Ab­gren­zung zu der Ent­schei­dung des AG Fulda vom 28.03.2012 – 91 IN 9/12 (ZIP 2012, 1471) – voll­um­fäng­lich an. Nach Auf­fas­sung der Kam­mer ist die Er­mäch­ti­gung in die­sem Fall je­doch nicht – wie das Amts­ge­richt meint – dem vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter, son­dern dem Schuld­ner selbst zu er­tei­len (eben­so AG Köln , Be­schluss vom 26.03.2012 – 73 IN 125/12, ZIP 2012, 788; AG Mün­chen , Be­schluss vom 27.06.2012 – 1506 IN 1851/12, ZIP 2012, 1470; Graf-Schli­cker , InsO, 3. Aufl. 2012, § 270a Rn. 15 f.; Hof­mann , EWiR 2012, 359; Val­len­der , GmbHR 2011, 445, 447 f.). Diese Lö­sung ent­spricht so­wohl der ge­setz­li­chen Sys­te­ma­tik als auch dem Sinn und Zweck der durch das Ge­setz zur wei­te­ren Er­leich­te­rung der Sa­nie­rung von Unter­neh­men (ESUG) re­for­mier­ten Vor­schrif­ten über die Eigen­ver­wal­tung. a) Gemäß § 270a Abs. 1 S. 2 InsO wird, falls das Ge­richt gemäß § 270a Abs. 1 S. 1 InsO von der Auf­er­le­gung eines all­ge­mei­nen Ver­fü­gungs­ver­bots und der An­ord­nung eines all­ge­mei­nen Zu­stim­mungs­vor­be­halts – mit­hin von der Be­stel­lung eines „star­ken“ vor­läu­fi­gen In­sol­venz­ver­wal­ters – ab­sieht, an­stel­le des vor­läu­fi­gen In­sol­venz­ver­wal­ters ein vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter be­stellt, auf den die §§ 274 und 275 ent­spre­chend an­zu­wen­den sind. Ge­ra­de der letz­te Halb­satz stellt klar, dass dem vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter im Er­öff­nungs­ver­fah­ren keine wei­ter­ge­hen­den Be­fug­nis­se zu­ge­bil­ligt wer­den als dem Sach­wal­ter im er­öff­ne­ten Ver­fah­ren bei an­ge­ord­ne­ter Eigen­ver­wal­tung, des­sen Funk­tion sich gemäß §§ 274, 275 InsO auf die Über­wa­chung des Schuld­ners, die Mit­wir­kung an Rechts­hand­lun­gen und auf Mit­tei­lungs­pflich­ten be­schränkt (vgl. AG Köln , a. a. O.; AG Mün­chen , a. a. O.; Hof­mann , a. a. O.). Von einem Gleich­lauf der Be­fug­nis­se des vor­läu­fi­gen Sach­wal­ters und des Sach­wal­ters im er­öff­ne­ten Ver­fah­ren ist aus­weis­lich der Ge­set­zes­ma­te­ria­lien auch der Ge­setz­ge­ber aus­ge­gan­gen (vgl. Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung, BT-Drs. 17/5712, S. 39; Be­schluss­emp­feh­lung des Rechts­aus­schus­ses des Bun­des­ta­ges, BT-Drs. 17/7511, S. 37). Folg­er­ich­tig kann der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter auch nicht Ad­res­sat einer Er­mäch­ti­gung zur Be­grün­dung von Mas­se­ver­bind­lich­kei­ten sein. Viel­mehr fin­det eine „vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung“ durch den Schuld­ner statt, des­sen pri­vat­auto­no­me Ver­wal­tungs- und Ver­fü­gungs­macht über sein Ver­mö­gen ge­ge­be­nen­falls durch Ein­zel­er­mäch­ti­gun­gen des In­sol­venz­ge­richts gemäß §§ 270 Abs. 1 S. 2, 21 Abs. 1 S. 1 InsO er­wei­tert und in­so­weit der Rechts­stel­lung eines „schwa­chen“ vor­läu­fi­gen In­sol­venz­ver­wal­ters an­ge­nä­hert wird (vgl. Graf-Schli­cker , a. a. O., § 270a Rn. 15). Die For­mu­lie­rung in § 270a Abs. 1 S. 2 InsO, dass „an­stel­le“ des vor­läu­fi­gen In­sol­venz­ver­wal­ters der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter be­stellt wird, steht die­sem Ver­ständ­nis nicht ent­gegen. Sie be­sagt le­dig­lich, dass kein vor­läu­fi­ger In­sol­venz­ver­wal­ter, son­dern ein vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter be­stellt wird. Dass der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter in die­sem Fall die Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se eines vor­läu­fi­gen In­sol­venz­ver­wal­ters haben soll (so wohl AG Ham­burg , Be­schluss vom 04.04.2012 – 67g IN 74/12, ZIP 2012, 787), kann der Vor­schrift nicht ent­nom­men wer­den (vgl. AG Mün­chen , a. a. O.). b) Die Vor­schrift des § 270b Abs. 3 InsO, wo­nach (nur) im sog. „Schutz­schirm­ver­fah­ren“, des­sen Vo­raus­set­zun­gen im vor­lie­gen­den Fall un­strei­tig nicht ge­ge­ben sind, das Ge­richt auf An­trag des Schuld­ners an­zu­ord­nen hat, dass der Schuld­ner (ge­ne­rell) Mas­se­ver­bind­lich­kei­ten be­grün­det, steht einer Ein­zel­er­mäch­ti­gung des Schuld­ners im Rah­men der (nor­ma­len) „vor­läu­fi­gen Eigen­ver­wal­tung“ nach § 270a Abs. 1 InsO nicht ent­gegen. § 270b Abs. 3 InsO ent­hält eine im ur­sprüng­li­chen Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung (BT-Drs. 17/5712) nicht vor­ge­se­he­ne, erst in der Be­schluss­emp­feh­lung des Rechts­aus­schus­ses des Bun­des­ta­ges (BT-Drs. 17/7511) ein­ge­füg­te Be­stim­mung, die den Schuld­ner in­so­weit einem „star­ken“ vor­läu­fi­gen In­sol­venz­ver­wal­ter gleich­stellt (vgl. Graf-Schli­cker , a. a. O., § 270a Rn. 14 f.). Ein Um­kehr­schluss da­hin­ge­hend, dass in einem Er­öff­nungs­ver­fah­ren nach § 270a Abs. 1 InsO dem Schuld­ner nicht ein­mal Ein­zel­er­mäch­ti­gun­gen – wie im „nor­ma­len“ Er­öff­nungs­ver­fah­ren dem „schwa­chen“ vor­läu­fi­gen In­sol­venz­ver­wal­ter – er­teilt wer­den könn­ten, kann da­raus nicht ab­ge­lei­tet wer­den (vgl. AG Mün­chen , a. a. O.). Auf­grund der wei­ter­ge­hen­den Rechts­fol­ge des § 270b Abs. 3 InsO steht auch eine ana­lo­ge An­wen­dung die­ser Vor­schrift, gegen die sich das Amts­ge­richt zu Recht aus­spricht, nicht zur De­bat­te. c) Nur durch die Er­mäch­ti­gung des Schuld­ners, er­for­der­li­chen­falls Ver­bind­lich­kei­ten zu Las­ten der spä­te­ren In­sol­venz­mas­se be­grün­den zu kön­nen, wird im Üb­ri­gen dem mit dem ESUG er­klär­ter­ma­ßen ver­folg­ten Ziel des Ge­setz­ge­bers, die Sa­nie­rung in­sol­ven­ter Unter­neh­men zu er­leich­tern, indem dem Schuld­ner die Kont­rol­le über sein Unter­neh­men wei­test­ge­hend be­las­sen wird, best­mög­lich Rech­nung ge­tra­gen. Würde die Be­grün­dung von Mas­se­ver­bind­lich­kei­ten für die Dauer des Er­öff­nungs­ver­fah­rens in die Hände des vor­läu­fi­gen Sach­wal­ters ge­legt, be­stün­de zum einen die Ge­fahr, dass der Zeit­punkt der In­sol­venz­an­trags­tel­lung durch den be­fürch­te­ten Kont­roll­ver­lust der Ge­schäfts­lei­tung des Schuld­ners ne­ga­tiv be­ein­flusst wird (vgl. Graf-Schli­cker , a. a. O., § 270a Rn. 1), und zum an­de­ren die Ge­fahr, dass das Ver­trau­en der Ge­schäfts­part­ner in die Ge­schäfts­lei­tung des Schuld­ners und deren Sa­nie­rungs­kon­zept be­ein­träch­tigt und damit fak­tisch eine Vor­ent­schei­dung gegen die An­ord­nung der Eigen­ver­wal­tung im er­öff­ne­ten Ver­fah­ren ge­trof­fen wird (vgl. BT-Drs. 17/5712, S. 39). Die­sen Nach­tei­len, die mit einer Er­mäch­ti­gung des vor­läu­fi­gen Sach­wal­ters ver­bun­den wären, stün­de nach Auf­fas­sung der Kam­mer kein nen­nens­wer­ter Vor­teil gegen­über – ins­be­son­de­re kein Ge­winn an Si­cher­heit in Bezug auf die Er­hal­tung der künf­ti­gen In­sol­venz­mas­se, wel­che be­reits durch die zwin­gen­de Ein­zel­fall­prü­fung des In­sol­venz­ge­richts vor Er­tei­lung der Er­mäch­ti­gung hin­rei­chend ge­währ­leis­tet ist. So­weit das AG Ham­burg (a. a. O.) in Bezug auf die In­sol­venz­geld­vor­fi­nan­zie­rung, wel­che auch Gegen­stand der von der Schuld­ne­rin be­an­trag­ten Er­mäch­ti­gung ist, prak­ti­sche Be­dürf­nis­se an­führt, die dafür sprä­chen, den Ban­ken mit dem vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter eine ent­spre­chend er­fah­re­ne Per­son als An­sprech­part­ner gegen­über­zu­stel­len (dem zu­stim­mend Smid , ju­risPR-InsR 12/2012 Anm. 6), ste­hen diese einer Er­mäch­ti­gung des Schuld­ners nach Auf­fas­sung der Kam­mer nicht ent­gegen, weil der Schuld­ner hier­durch nicht ge­hin­dert wird, sich der Unter­stüt­zung des vor­läu­fi­gen Sach­wal­ters zu be­die­nen – ein An­sin­nen, dem sich der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter im Hin­blick auf seine Über­wa­chungs- und Mit­wir­kungs­pflich­ten kaum ent­zie­hen wird. 2. Die An­ord­nung eines Zu­stim­mungs­vor­be­halts zu­guns­ten des vor­läu­fi­gen Sach­wal­ters, wel­che – ohne dass deren Rechts­grund­la­ge hier einer ab­schlie­ßen­den Ent­schei­dung be­darf – ent­we­der auf §§ 270a Abs. 1 S. 2, 275 Abs. 1 S. 1 InsO ( AG Köln , a. a. O.), auf eine ana­lo­ge An­wen­dung von § 277 Abs. 1 InsO ( Hof­mann , a. a. O.) oder auf §§ 270 Abs. 1 S. 2, 21 Abs. 1 S. 1 InsO ( AG Mün­chen , a. a. O.) ge­stützt wer­den könn­te, war nicht ver­an­lasst, weil zum einen der vor­läu­fi­ge Sach­ver­wal­ter in sei­ner sach­ver­stän­di­gen Stel­lung­nah­me vom 05.11.2012 (Bl. 192 f. d. A.) die be­an­trag­te Er­mäch­ti­gung aus­drück­lich be­für­wor­tet hat und zum an­de­ren schon das In­sol­venz­ge­richt die Er­for­der­lich­keit der Be­grün­dung der im Ein­zel­nen fest­ge­leg­ten Mas­se­ver­bind­lich­kei­ten ge­prüft hat (vgl. Graf-Schli­cker , a. a. O., § 270a Rn. 16).