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Beschluss

3 Ws (B) 24/10, 3 Ws (B) 24/10 - 2 Ss 15/10

KG Berlin 3. Senat für Bußgeldsachen, Entscheidung vom

ECLI:DE:KG:2010:0318.3WS.B24.10.0A
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Leitsätze
Bei der Geschwindigkeitsmessung mit dem Gerät PoliScan Speed handelt es sich um ein amtlich anerkanntes, standardisiertes Messverfahren (Festhaltung KG Berlin, 26. Februar 2010, 3 Ws (B) 94/10, VRS 118, 367 (2010). Die Entscheidung des BVerfG vom 11. August 2009 (2 BvR 941/08, NJW 2009, 3293) bezieht sicht nicht auf verdachtsabhängige Videoaufzeichnungen, die ihre Rechtsgrundlage in §§ 46 Abs. 1 OWiG, 100h Abs. 1 S. 1 Nr 1; Abs. 2 S. 1 StPO haben.
Tenor
Der Antrag des Betroffenen auf Zulassung der Rechtsbeschwerde gegen das Urteil des Amtsgerichts Tiergarten in Berlin vom 28. Oktober 2009 wird, ohne dass der Beschluss einer Begründung bedarf (§ 80 Abs.4 Satz 3 OWiG), verworfen. Der Betroffene hat die Kosten seiner nach § 80 Abs.4 Satz 4 OWiG als zurückgenommen geltenden Rechtsbeschwerde zu tragen. Der Senat merkt lediglich an, dass obergerichtlich geklärt ist, dass es sich bei der Geschwindigkeitsmessung mit dem Gerät PoliScan Speed um ein amtlich anerkanntes, standardisiertes Messverfahren handelt (vgl. Senat, Beschluss vom 26. Februar 2010 – 3 Ws (B) 94/10 - ; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20. Januar 2010 – IV – 5 Ss (OWi) 206/09 – (OWi) 178/09 I – juris Rn. 11 f.). Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. August 2009 (NJW 2009, 3293) bezieht sich nicht auf verdachtsabhängige Videoaufzeichnungen, die ihre Rechtsgrundlage in §§ 46 Abs.1 OWiG, 100 h Abs.1 S.1 Nr.1, Abs.2 S.1 StPO haben (vgl.OLG Bamberg, Beschluss vom 15. Oktober 2009 – 2 Ss OWi 1169/09 – juris und NJW 2010, 100; OLG Hamm, Beschluss vom 22. Oktober 2009 – 4 Ss OWi 800/09 – juris Rn. 8 f.; OLG Stuttgart, Beschluss vom 29. Januar 2010 – 4 Ss 1525/09 – juris; Thüringer OLG, Beschluss vom 6. Januar 2010 – 1 Ss 291/09 – juris; OLG Brandenburg, Beschluss vom 22. Februar 2010 – 1 Ss (OWi) 23 Z/10 – bei Burhoff online).
Entscheidungsgründe
Leitsatz: Bei der Geschwindigkeitsmessung mit dem Gerät PoliScan Speed handelt es sich um ein amtlich anerkanntes, standardisiertes Messverfahren (Festhaltung KG Berlin, 26. Februar 2010, 3 Ws (B) 94/10, VRS 118, 367 (2010). Die Entscheidung des BVerfG vom 11. August 2009 (2 BvR 941/08, NJW 2009, 3293) bezieht sicht nicht auf verdachtsabhängige Videoaufzeichnungen, die ihre Rechtsgrundlage in §§ 46 Abs. 1 OWiG, 100h Abs. 1 S. 1 Nr 1; Abs. 2 S. 1 StPO haben. Der Antrag des Betroffenen auf Zulassung der Rechtsbeschwerde gegen das Urteil des Amtsgerichts Tiergarten in Berlin vom 28. Oktober 2009 wird, ohne dass der Beschluss einer Begründung bedarf (§ 80 Abs.4 Satz 3 OWiG), verworfen. Der Betroffene hat die Kosten seiner nach § 80 Abs.4 Satz 4 OWiG als zurückgenommen geltenden Rechtsbeschwerde zu tragen. Der Senat merkt lediglich an, dass obergerichtlich geklärt ist, dass es sich bei der Geschwindigkeitsmessung mit dem Gerät PoliScan Speed um ein amtlich anerkanntes, standardisiertes Messverfahren handelt (vgl. Senat, Beschluss vom 26. Februar 2010 – 3 Ws (B) 94/10 - ; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 20. Januar 2010 – IV – 5 Ss (OWi) 206/09 – (OWi) 178/09 I – juris Rn. 11 f.). Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. August 2009 (NJW 2009, 3293) bezieht sich nicht auf verdachtsabhängige Videoaufzeichnungen, die ihre Rechtsgrundlage in §§ 46 Abs.1 OWiG, 100 h Abs.1 S.1 Nr.1, Abs.2 S.1 StPO haben (vgl.OLG Bamberg, Beschluss vom 15. Oktober 2009 – 2 Ss OWi 1169/09 – juris und NJW 2010, 100; OLG Hamm, Beschluss vom 22. Oktober 2009 – 4 Ss OWi 800/09 – juris Rn. 8 f.; OLG Stuttgart, Beschluss vom 29. Januar 2010 – 4 Ss 1525/09 – juris; Thüringer OLG, Beschluss vom 6. Januar 2010 – 1 Ss 291/09 – juris; OLG Brandenburg, Beschluss vom 22. Februar 2010 – 1 Ss (OWi) 23 Z/10 – bei Burhoff online).