Entscheidung
VI ZB 1/21
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
ZivilrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2021:160221BVIZB74
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2021:160221BVIZB74.20.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS VI ZB 74/20 VI ZB 1/21 vom 16. Februar 2021 in dem Rechtsstreit - 2 - Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 16. Februar 2021 durch die Richterin Dr. Oehler als Vorsitzende, die Richterin Müller sowie die Richter Dr. Klein, Böhm und Dr. Herr beschlossen: Das Ablehnungsgesuch des Antragstellers vom 9. Februar 2021 gegen den Vorsitzenden Richter Seiters, die Richterin von Pentz, die Richter Offenloch, Dr. Klein und Dr. Allgayer sowie die Richterin Dr. Linder wird zurückgewiesen. Gründe: I. Mit Beschlüssen vom 22. Januar 2021 (VI ZB 74/20) und 25. Januar 2021 (VI ZB 1/21) hat der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs durch den Vorsitzen- den Richter Seiters, die Richterin von Pentz, die Richter Offenloch und Dr. All- gayer sowie die Richterin Dr. Linder die Anträge des Antragstellers auf Bewilli- gung von Prozesskostenhilfe für beabsichtigte Rechtsbeschwerden abgelehnt. Mit Schriftsatz vom 9. Februar 2021 hat der Antragsteller gegen die Beschlüsse Anhörungsrüge eingelegt und zugleich die Richter, die an den Beschlüssen mit- gewirkt haben, darüber hinaus auch Richter am Bundesgerichtshof Dr. Klein, we- gen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt. Es müsse von einer unzureichenden 1 - 3 - juristischen Qualifikation der Richter ausgegangen werden, weil sie Bestimmun- gen der Europäischen Menschenrechtskonvention "ostentativ missachtet" hät- ten. II. Das Ablehnungsgesuch hat keinen Erfolg. 1. Das Ablehnungsgesuch ist unzulässig, soweit es sich gegen Richter Dr. Klein richtet, da dieser an den Beschlüssen nicht mitgewirkt hat. 2. Das Ablehnungsgesuch gegen die Richter, die an den Beschlüssen mit- gewirkt haben, ist, seine Zulässigkeit unterstellt, unbegründet. Weder die vom Antragsteller angenommene unzureichende juristische Qualifikation der Richter noch deren Rechtsansichten kommen als Ablehnungs- grund im Sinne von § 42 Abs. 2 ZPO in Betracht (vgl. Senatsbeschluss vom 10. Februar 2021 - VI ZB 66/20, VI ZB 67/20). Grob fehlerhafte Rechtsansichten, die den Eindruck der Voreingenommenheit gegenüber einer Partei begründen könnten, wurden hier in Ansehung der Gründe der Beschlüsse vom 22. und 25. Januar 2021 offensichtlich nicht vertreten. 2 3 4 5 - 4 - Der Einholung dienstlicher Äußerungen der abgelehnten Richter gemäß § 44 Abs. 3 ZPO bedurfte es nicht (vgl. Senatsbeschluss vom 10. Februar 2021 - VI ZB 66/20, VI ZB 67/20). Oehler Müller Klein Böhm Herr Vorinstanzen: LG München I, Entscheidung vom 22.10.2020 - 13 T 13275/20 - OLG München, Entscheidung vom 09.12.2020 - 5 W 1572/20 - 6