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Entscheidung

6 ARs 15/20

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

StrafrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2020:011220B6ARS15
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2020:011220B6ARS15.20.0 BUNDESGERICHTSHOF Beschluss 6 A R s 1 5 / 2 0 vom 1. Dezember 2020 in der Strafsache gegen wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung u.a. hier: Anfragebeschluss des 1. Strafsenats vom 11. Juli 2019 – 1 StR 467/18 - 2 - Der 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 1. Dezember 2020 be- schlossen: Der Senat vertritt die Auffassung, dass die Entscheidung über die Einziehung von Taterträgen sowie des Wertes von Taterträgen (§ 73 Abs. 1, § 73c Satz 1 StGB) auch bei Anwendung von Jugend- strafrecht nicht im Ermessen des Tatgerichts steht. Gründe: Der Senat folgt der durch den 1. Strafsenat im Anfragebeschluss (vom 11. Juli 2019 – 1 StR 467/18) vertretenen Ansicht nicht, dass Einziehungs- entscheidungen nach §§ 73, 73c StGB bei Anwendung von Jugendstraf- recht im Ermessen des Tatgerichts stehen. Vielmehr sieht er diese in Ein- klang mit den Antwortbeschlüssen des 2., 4. und 5. Strafsenats (BGH, Be- schlüsse vom 6. Mai 2020 – 2 ARs 203/19; vom 10. März 2020 – 4 ARs 10/19, NStZ-RR 2020, 261; vom 6. Februar 2020 – 5 ARs 20/19, NStZ-RR 2020, 124) als obligatorisch an und hat mit Beschluss vom 17. November 2020 – 6 StR 369/20 entsprechend entschieden. Schneider König Feilcke Tiemann Fritsche 1