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Entscheidung

2 StR 217/16

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

StrafrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2016:221116B2STR217
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2016:221116B2STR217.16.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 2 StR 217/16 vom 22. November 2016 in der Strafsache gegen wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a. - 2 - Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag und mit Zustimmung des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 22. November 2016 gemäß § 349 Abs. 2 und 4, § 430 Abs. 1 StPO beschlos- sen: 1. Auf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landge- richts Gera vom 4. Dezember 2015 wird a) von der Einziehung des sichergestellten Mobiltelefons „Sony schwarz mit Zubehör“ abgesehen und die Verfolgung der Tat auf die anderen Rechtsfolgen beschränkt; b) das vorgenannte Urteil im Rechtsfolgenausspruch dahin ge- ändert, dass die Einziehungsanordnung hinsichtlich der vor- bezeichneten Gegenstände entfällt. 2. Die weiter gehende Revision wird verworfen. 3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tra- gen. - 3 - Gründe: Das Landgericht hat den Angeklagten wegen „unerlaubten Handeltrei- bens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge mit Waffen in Tateinheit mit vorsätzlichem Besitz zweier verbotener Waffen in Tateinheit mit vorsätzli- chem Fahren ohne Fahrerlaubnis“ zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Außerdem hat es u.a. die Einziehung eines sichergestellten Mobiltele- fons „Sony schwarz mit Zubehör“ angeordnet. Auf die Revision des Angeklagten hat der Senat mit Zustimmung des Generalbundesanwalts die Einziehung der vorgenannten Gegenstände von der Verfolgung ausgenommen (§ 430 Abs. 1 StPO), weil die Feststellungen die Voraussetzungen des § 74 StGB nicht belegen; denn aus ihnen ergibt sich be- reits nicht, dass die eingezogenen Gegenstände durch die Tat hervorgebracht oder zu ihrer Begehung oder Vorbereitung gebraucht wurden oder bestimmt waren. Da die Einziehung dieser Gegenstände neben der verhängten Strafe nicht ins Gewicht fällt und die Neuverhandlung der Sache einen unangemesse- nen Aufwand erfordern würde, hat der Senat mit Zustimmung des Generalbun- desanwalts insoweit die Anordnung der Einziehung von der Verfolgung ausge- nommen und den Rechtsfolgenausspruch entsprechend geändert. Im verbleibenden Umfang hat die Überprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben (§ 349 Abs. 2 StPO). 1 2 3 - 4 - Angesichts des nur geringen Teilerfolgs ist es nicht unbillig, den Ange- klagten mit den gesamten Kosten des Rechtsmittels zu belasten (§ 473 Abs. 1 und 4 StPO). Appl Krehl Zeng Bartel Grube 4