Entscheidung
I ZB 107/15
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
ZivilrechtBundesgericht
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Entscheidungsgründe
BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS I ZB 107/15 vom 2. Dezember 2015 in dem Zwangsvollstreckungsverfahren - 2 - Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 2. Dezember 2015 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Büscher, die Richter Prof. Dr. Schaffert, Dr. Kirchhoff, Dr. Löffler und Feddersen beschlossen: Die Anhörungsrüge und die Gegenvorstellung gegen den Senats- beschluss vom 18. November 2015 werden auf Kosten des Schuldners als unzulässig verworfen. Gründe: I. Die vom Schuldner erhobene Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO ge- gen den Senatsbeschluss vom 18. November 2015 ist unzulässig, weil sie nicht von einem beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt wor- den ist. Im Rechtsbeschwerdeverfahren besteht Anwaltszwang (§ 78 Abs. 1 ZPO; vgl. BGH, Beschluss vom 21. März 2002 - IX ZB 18/02, NJW 2002, 2181). Das gilt auch für eine in diesem Verfahren erhobene Anhörungsrüge (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 18. Mai 2005 - VIII ZB 3/05, NJW 2005, 2017; Beschluss vom 15. April 2015 - I ZB 16/15, juris mwN). II. Die vom Schuldner weiterhin erhobene, gesetzlich nicht geregelte Ge- genvorstellung gegen den Senatsbeschluss vom 18. November 2015 ist un- statthaft und damit unzulässig, weil dieser Beschluss als letztinstanzliche Ent- scheidung in materielle Rechtskraft erwachsen ist. Neben der Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO kommt eine in der Zivilprozessordnung nicht vorgesehene 1 2 - 3 - Durchbrechung der materiellen Rechtskraft im Wege einer Gegenvorstellung nicht in Betracht (BGH, Beschluss vom 22. Oktober 2015 - VI ZR 25/14 Rn. 2). Büscher Schaffert Kirchhoff Löffler Feddersen Vorinstanzen: AG Überlingen, Entscheidung vom 17.07.2015 - 4 M 3733/15 - LG Konstanz, Entscheidung vom 13.10.2015 - A 12 T 210/15 -