Entscheidung
VI ZR 74/03
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
ZivilrechtBundesgericht
10Zitate
2Normen
Zitationsnetzwerk
10 Entscheidungen · 2 Normen
VolltextNur Zitat
Entscheidungsgründe
BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS VI ZR 74/03 vom 16. Dezember 2003 in dem Rechtsstreit Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 16. Dezember 2003 durch die Vorsitzende Richterin Dr. Müller, den Richter Dr. Greiner, die Richterin Diederichsen und die Richter Pauge und Zoll beschlossen: Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 3. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 29. Januar 2003 wird zurückgewiesen, weil sie nicht aufzeigt, daß die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 S. 1 ZPO). Die beweisrechtlichen Folgen sowohl des gänzlichen Fehlens als auch der Unvollständigkeit einer medizinisch gebotenen ärztlichen Dokumentation sind in der Rechtsprechung geklärt (vgl. u.a. Senatsurteile BGHZ 129, 6, 10; vom 28. Juni 1988 - VI ZR 217/87 - VersR 1989, 80; vom 23. März 1993 – VI ZR 26/92 – VersR 1993, 836; vom 27. September 1994 – VI ZR 284/93 – VersR 1995, 195; vom 21. Novem- ber 1995 - VI ZR 341/94 - VersR 1996, 330; vom 13. Februar 1996 - VI ZR 402/94 - VersR 1996, 633 und vom 6. Juli 1999 – VI ZR 290/98 – VersR 1999, 1282; OLG Karlsruhe, Urteil vom 19. November 1993 - 7 U 95/89 - mit NA-Beschluß des BGH vom 18. Oktober 1994 - VI ZR 350/93 - AHRS 6445/101; OLG Hamm, Urteil vom 12. Dezember 2001 mit NA-Beschluß des BGH vom 8. Oktober 2002 - VI ZR 41/02 - NJW-RR 2003, 807). Daß der vorliegende Fall insoweit ungeklärte, aber klärungsbedürftige Fragen aufwirft, zeigt die Nichtzulassungsbeschwerde nicht auf. Das Berufungsgericht stellt auch keinen von der gesicherten Rechtsprechung abweichenden Rechtssatz auf. Seine Annahme, daß der Klägerin nach Lage des Falles Beweiserleichterungen nicht zugute kommen, läßt keinen Rechtsfehler erkennen. Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 S. 2, 2 . Halbs. ZPO abgesehen. Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). Streitwert: 248.038,23 € Müller Greiner Diederichsen Pauge Zoll