Entscheidung
1 StR 50/03
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
StrafrechtBundesgericht
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Entscheidungsgründe
BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 1 StR 50/03 vom 11. März 2003 in der Strafsache gegen 1. 2. 3. 4. wegen bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a. - 2 - Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 11. März 2003 gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO beschlossen: Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 4. Oktober 2002 werden mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, daß bei den Angeklagten H. und M. die Verurtei- lung wegen tateinheitlicher bandenmäßiger unerlaubter Einfuhr von Be- täubungsmitteln in nicht geringer Menge in fünf Fällen und bei dem Ange- klagten B. die Verurteilung wegen tateinheitlicher Beihilfe zur bandenmäßigen unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht ge- ringer Menge in zwei Fällen entfällt. Der Schuldspruch des Angeklagten A. wegen tateinheitlicher Beihilfe zur bandenmäßigen unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht ge- ringer Menge in drei Fällen wird aufgehoben. Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen. Gründe: In den Fällen des § 30a BtMG verbindet der Bandenhandel die im Rah- men ein- und desselben Güterumsatzes aufeinanderfolgenden Teilakte vom Erwerb bis zur Veräußerung, also auch den Teilakt der unerlaubten Einfuhr, zu einer einzigen Tat im Sinne einer Bewertungseinheit (BGH NStZ 1994, 496). Das gilt auch, wenn im Rahmen des Bandenhandels Beihilfe zur Einfuhr gelei- stet wird (BGH, Beschl. vom 14. August 1997 - 1 StR 376/97 -). Dagegen kommt der täterschaftlichen bandenmäßigen unerlaubten Einfuhr neben Bei- hilfe zum Bandenhandel ein eigener Unrechtsgehalt zu, so daß Tateinheit möglich ist (vgl. BGHR BtMG § 29 Abs. 1 Nr. 3 Konkurrenzen 1). - 3 - Die zugunsten der Beschwerdeführer erfolgte Schuldspruchänderung war auf den nichtrevidierenden Angeklagten A. zu erstrecken (§ 357 StPO). Die rechtliche Änderung des Schuldspruchs berührt den Rechtsfolgen- ausspruch nicht. Das Tatunrecht bleibt unverändert. Im übrigen sind die Revisionen im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO unbe- gründet. Nack Wahl Schluckebier Kolz Elf