Der Beklagte wird verurteilt, den Klägern Einsicht zu gewähren in die Originalbelege für das Objekt S.-Str. 31 in Köln für die Betriebskostenpositionen Schornsteinfeger, Müllabfuhr, Kanalbenutzungsgebühr, Straßenreinigung und Grundsteuer im Zeitraum zwischen dem 01.04.2007 bis zum 31.12.2007, für die Positionen Strom, Gas und Wasser im Zeitraum zwischen dem 01.04.2007 bis zum 31.03.2008, für die Position Hausmeister im Zeitraum zwischen dem 01.04.2007 bis zum 31.03.2009, für die Position Gebäudeversicherung im Zeitraum zwischen dem 01.04.2007 bis zum 31.03.2009 und bezüglich der Kosten für die Haftpflichtversicherung vom 01.04.2007 bis zum 30.06.2008. Ferner wird der Beklagte verurteilt, den Klägern auch Einsicht in die Originalbelege für die Kostenpositionen Wartung der Heizung, Immissionsmessung Heizung, Gerätemiete und Verbrauchsabrechnung zu gewähren. Der Beklagte wird weiter verurteilt, an die Kläger 337,68 € nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 21.12.2010 zu zahlen. Die Kosten des Rechtsstreits werden dem Beklagten auferlegt. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Die Berufung wird nicht zugelassen Von der Darstellung des Tatbestandes wird gemäß § 313 a Abs. 1 ZPO abgesehen. Entscheidungsgründe Die zu­läs­si­ge Klage ist – so­fern über sie nach der teil­wei­se über­ein­stim­men­den Er­le­di­gungs­er­klä­rung noch zu ent­schei­den war – be­grün­det. Den Klä­gern steht gemäß § 259 BGB so­wohl ein An­spruch auf Ein­sicht in die Ori­gi­nal­be­le­ge als auch auf Rück­zah­lung der Miet­kau­tion in Höhe von wei­te­ren 337,68 € aus dem Miet­ver­trag zu. Nach Kün­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses durch die Klä­ger haben diese einen An­spruch auf Rück­ge­währ der zuvor voll­stän­dig ge­leis­te­ten Miet­kau­tion in Höhe von 1.670,00 € (in­klu­si­ve Zin­sen). Der An­spruch des Mie­ters auf Rück­zah­lung der Miet­kau­tion folgt un­mit­tel­bar aus dem Miet­ver­trag. Er ist durch die Be­en­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses und den Ab­lauf der dem Ver­mie­ter zu­zu­bil­li­gen­den Ab­rech­nungs­frist gemäß § 158 Abs. 1 BGB auf­schie­bend be­dingt. Diese Be­din­gung ist mit der Kün­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses zum 31.07.2009 und der fol­gen­den Ab­rech­nung der Kau­tion durch den Be­klag­ten ein­ge­tre­ten. Der An­spruch ist durch Er­fül­lung gemäß § 362 BGB in Höhe von 182,30 € er­lo­schen. Die Er­fül­lung er­folg­te durch die un­strei­ti­ge Rück­zah­lung des Be­tra­ges sei­tens des Be­klag­ten. Auch der rest­li­che Kau­ti­ons­rück­zah­lungs­an­spruch be­steht. Ein Er­lö­schen des An­spruchs durch Auf­rech­nung gemäß § 389 BGB ist – mit Aus­nah­me der be­reits sei­tens der Klä­ger an­er­kann­ten Miete für den Monat Juli 2009 in Höhe von 1.040,00 € – nicht ein­ge­tre­ten. Zwar hat der Be­klag­te vor­pro­zes­su­al die Auf­rech­nung kon­klu­dent er­klärt, indem er in der Ab­rech­nung der Kau­tion mit Schrei­ben vom 05.10.2010 die Nach­for­de­rung aus der Be­triebs­kos­ten­ab­rech­nung vom 14.07.2009 für den Ab­rech­nungs­zeit­raum 01.04.2008 bis 31.03.2009 von dem Kau­ti­ons­be­trag in Abzug ge­bracht hat (§ 388 BGB). Doch steht dem Be­klag­ten die gel­tend ge­mach­te Ge­gen­for­de­rung zu­min­dest der­zeit nicht zu. Der Be­klag­te hat kei­nen fäl­li­gen An­spruch gegen die Klä­ger auf Zah­lung eines Be­tra­ges von 337,68 € aus der Ne­ben­kos­ten­ab­rech­nung für den Ab­rech­nungs­zeit­raum 01.04.2008 bis 31.03.2009, da ein ent­spre­chen­der Zah­lungs­an­spruch man­gels Über­sen­dung von Be­leg­ko­pien gegen Kos­ten­er­stat­tung bzw. Ge­wäh­rung von Be­leg­ein­sicht in Köln nicht fäl­lig ist. Grund­sätz­lich kann dem Mie­ter gegen­über einer Nach­for­de­rung des Ver­mie­ters aus einer Be­triebs­kos­ten­ab­rech­nung ein Zu­rück­be­hal­tungs­recht nach § 273 BGB zu­ste­hen, so­lan­ge ihm der Ver­mie­ter keine Über­prü­fung der Ab­rech­nung er­mög­licht (BGH, Urteil vom 8.3.2006 - VIII ZR 78/05 - NJW 2006, 1419, 1421). Gemäß § 259 BGB hat der zur Re­chen­schaft Ver­pflich­te­te dem Be­rech­tig­ten näm­lich eine die ge­ord­ne­te Zu­sam­men­stel­lung der Ein­nah­men oder der Aus­ga­ben ent­hal­te­ne Rech­nung mit­zu­tei­len und Be­le­ge vor­zu­le­gen, so­weit diese er­teilt zu wer­den pfle­gen. Ge­währt der Ver­mie­ter bzw. die von dem Ver­mie­ter be­auf­trag­te Haus­ver­wal­tung dem Mie­ter keine Be­leg­ein­sicht, so ist sein Zah­lungs­ver­lan­gen rechts­miss­bräuch­lich. Im Er­geb­nis be­deu­tet dies, dass der Nach­zah­lungs­an­spruch des Ver­mie­ters nicht fäl­lig wird, wenn er die Be­leg­ein­sicht am Ort des Miet­ob­jekts oder die Über­sen­dung von Ko­pien un­be­rech­tigt ver­wei­gert (vgl. Ster­nel, MietR, 4. Aufl. 2009, Rn. V 400). Zwar ge­nügt es zur Be­grün­dung eines An­spruchs des Mie­ters auf Über­sen­dung von Ko­pien grund­sätz­lich nicht, dass sich der Mie­ter zur Zah­lung der mit der An­fer­ti­gung der Ko­pien ver­bun­de­nen Kos­ten be­reit er­klärt. Dem In­te­res­se des Mie­ters an einer sach­ge­rech­ten Über­prü­fung wird re­gel­mä­ßig durch eine Ein­sicht­nah­me in die Be­le­ge am Ort deren Auf­be­wah­rung Rech­nung ge­tra­gen. An­ders ist in­des­sen der Fall zu be­ur­tei­len, wenn die Ein­sicht­nah­me in die Be­le­ge für den Mie­ter – wie hier – un­zu­mut­bar ist, wenn also aus dem Ge­sichts­punkt von Treu und Glau­ben der Mie­ter nicht auf die Ein­sicht­nah­me in die Be­le­ge an deren Auf­be­wah­rungs­ort ver­wie­sen wer­den kann, § 242 BGB. Aus­nahms­wei­se kann der Mie­ter daher nach Treu und Glau­ben Über­mitt­lung von Foto­ko­pien der Rech­nungs­be­le­ge ver­lan­gen, wenn ihm die Ein­sicht­nah­me in die Ab­rech­nungs­un­ter­la­gen in den Räu­men des Ver­mie­ters oder des­sen orts­na­her Haus­ver­wal­tung nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann, etwa weil Mie­ter und Ver­mie­ter heil­los zer­strit­ten sind oder der Ort der Be­leg­ein­sicht – wie hier – nicht in zu­mut­ba­rer Weise und an­ge­mes­se­ner Zeit zu er­rei­chen ist oder der in einer ent­fernt lie­gen­den Stadt woh­nen­de Ver­mie­ter sich trotz Auf­for­de­rung des Mie­ters wei­gert, die Be­le­ge am Ort des Miet­ob­jekts zur Ein­sicht be­reit­zu­stel­len (OLG Düs­sel­dorf, Urt. v. 22.06.2006 - 10 U 164/05 - GuT 2006, 233). Dem­ent­spre­chend hat auch der BGH aus­nahms­wei­se einen An­spruch des Mie­ters auf Über­sen­dung von Be­leg­ko­pien be­jaht, wenn näm­lich dem Mie­ter nach Treu und Glau­ben, § 242 BGB, die Ein­sicht­nah­me vor Ort in den Räu­men des Ver­mie­ters nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann (BGH, Urt. v. 08.03.2006 - VIII ZR 78/05 - WuM 2006, 200). Nach der Recht­spre­chung der Ins­tanz­ge­rich­te, der das er­ken­nen­de Ge­richt hier folgt, kann eine er­heb­li­che Ent­fer­nung zwi­schen dem Ort der Ein­sicht­nah­me und dem Wohn­ort des Mie­ters eine sol­che Un­zu­mut­bar­keit be­grün­den (vgl. z.B. LG Zwi­ckau, Urt. v. 06.12.2002 - 6 S 176/02 - WuM 2003, 271). Dies gilt auch dann, wenn sich Ver­mie­ter wei­gert, die Be­le­ge am Wohn­ort des Mie­ters zur Ein­sicht vor­zu­le­gen (OLG Düs­sel­dorf, Urt. v. 22.06.2006 - 10 U 164/05 - GuT 2006, 233). So liegt der Fall hier, da der Be­klag­te zwi­schen­zeit­lich nach Ber­lin ver­zo­gen ist und den Be­klag­ten die Ein­sicht­nah­me in die Be­le­ge am Wohn­ort des Be­klag­ten auf­grund der er­heb­li­chen Ent­fer­nung zwi­schen Köln und Ber­lin nicht zu­mut­bar ist. Der Be­klag­te als Ver­mie­ter wird in die­sem Fall auch nicht be­nach­tei­ligt. Ein Teil sei­nes Ver­wal­tungs­auf­wan­des wird durch die Ge­bühr für die Fer­ti­gung der Ko­pien ab­ge­gol­ten. Im Üb­ri­gen muss der Ver­mie­ter bzw. die von ihm be­auf­trag­te Haus­ver­wal­tung oh­ne­hin zwecks An­fer­ti­gung einer ord­nungs­ge­mä­ßen Be­triebs­kos­ten­ab­rech­nung die Be­le­ge zu­sam­men­stel­len, so dass die we­sent­li­che Arbeit des Ver­mie­ters bei der Fer­ti­gung der Ko­pien be­reits voll­zo­gen ist. So­fern der Be­klag­te be­haup­tet, be­reits sämt­li­che Be­le­ge an die Klä­ger über­sandt zu haben, ist er für diese von den Klä­gern be­strit­te­ne Be­haup­tung be­weis­fäl­lig ge­blie­ben. Dem Vor­trag der Klä­ger mit Schrift­satz vom 21.12.2010, in dem die (noch) feh­len­den Be­le­ge im Ein­zel­nen be­zeich­net wor­den sind, ist der Be­klag­te nicht subs­tan­tiiert ent­ge­gen­ge­tre­ten. Auch hat der Be­klag­te nicht ein­mal vor­ge­tra­gen, wann er die an­ge­for­der­ten Be­le­ge an die Klä­ger über­sandt haben will, ge­schwei­ge denn die an­ge­mahn­ten Be­le­ge in Ab­lich­tung zur Akte ge­reicht. In der Summe über­stei­gen die Be­trä­ge aus den feh­len­den Be­le­gen, be­rech­net auf den An­teil der Klä­ger, den Nach­zah­lungs­be­trag aus der streit­ge­gen­ständ­li­chen Ab­rech­nung, so dass eine ent­spre­chen­de Ge­gen­for­de­rung des Be­klag­ten je­den­falls der­zeit nicht fäl­lig ist und der Be­klag­te daher zur Aus­zah­lung des von der Kau­ti­ons­sum­me in Abzug ge­brach­ten Be­tra­ges zu ver­ur­tei­len war. Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf §§ 91 Abs. 1, 91 a ZPO. Nach­dem der Rechts­streit im Hin­blick auf den ur­sprüng­lich gel­tend ge­mach­ten Rech­nungs­le­gungs­an­spruch der Klä­ger be­züg­lich des Kau­ti­ons­gut­ha­bens als über­ein­stim­mend für er­le­digt er­klärt an­zu­se­hen ist, weil der Be­klag­te der Er­le­di­gungs­er­klä­rung vom 07.12.2010 in­ner­halb der Not­frist von zwei Wo­chen ab Zu­stel­lung die­ser Er­klä­rung nicht wi­der­spro­chen und das Ge­richt mit­ge­teilt hat, dass es dies als Zu­stim­mung aus­le­gen wird, war über die auf den für er­le­digt er­klär­ten Teil der Klage ent­fal­len­den Kos­ten nach § 91 a ZPO zu ent­schei­den. Da­nach hat der Be­klag­te die Kos­ten zu tra­gen, die den für er­le­digt er­klär­ten Teil der Klage be­tref­fen. Dies ent­spricht der Bil­lig­keit unter Be­rück­sich­ti­gung des bis­he­ri­gen Sach- und Streit­stan­des. Im Zeit­punkt des den Rechts­streit in der Haupt­sa­che – zum Teil – er­le­dig­en­den Er­eig­nis­ses war die Klage in die­sem Um­fang be­grün­det, da der Be­klag­te mit der Er­tei­lung der Kau­ti­ons­ab­rech­nung spä­tes­tens ab dem 22.04.2010 in Ver­zug war. Der Ver­mie­ter ist nach Be­en­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses ver­pflich­tet, nach Ab­lauf einer an­ge­mes­se­nen Prü­fungs- und Über­le­gungs­frist, im Re­gel­fall sechs Mo­na­te nach Be­en­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses, eine Ab­rech­nung gemäß § 259 BGB über die Kau­tion zu er­tei­len und dabei ge­ge­be­nen­falls die Auf­rech­nung zu er­klä­ren. Kommt der Ver­mie­ter die­ser Ver­pflich­tung – trotz Mah­nung – nicht nach, so kann der Mie­ter sei­nen Kau­ti­ons­rück­zah­lungs­an­spruch ein­kla­gen, wobei der Mie­ter zu­nächst auch Klage auf Ab­rech­nung der Kau­tion er­he­ben kann. Schließ­lich kann der Mie­ter sei­nen An­spruch auf Rück­zah­lung der Kau­tion – wie hier – auch im Wege der Stu­fen­kla­ge (§ 254 ZPO) ver­fol­gen und den gel­tend ge­mach­ten An­spruch nach Rech­nungs­le­gung für er­le­digt er­klä­ren. Vor­lie­gend hat der Be­klag­te Ver­an­las­sung zur Kla­ge­er­he­bung ge­ge­ben, da er die Ab­rech­nung der Kau­ti­ons­sum­me trotz Ab­lauf der sechs­mo­na­ti­gen Ab­rech­nungs­frist und mehr­fa­cher Auf­for­de­rung durch den die Klä­ger ver­tre­ten­den Mie­ter­ver­ein Köln e. V. zu­letzt unter Frist­set­zung bis zum 22.04.2010 erst nach Rechts­hän­gig­keit der Klage mit Schrei­ben vom 05.10.2010 und somit erst 14 Mo­na­te nach Be­en­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses er­teilt hat. Es ent­spricht daher bil­li­gem Er­mes­sen, dem Be­klag­ten auch in­so­weit die Kos­ten des Rechts­streits auf­zu­er­le­gen. Die Ent­schei­dung über die vor­läu­fi­ge Voll­streck­bar­keit folgt aus §§ 708 Nr. 11, 711, 713 ZPO. Die Ent­schei­dung über die Nicht­zu­las­sung der Be­ru­fung be­ruht auf § 511 Abs. 4 ZPO. Die Rechts­sa­che ist weder von grund­sätz­li­cher Be­deu­tung, noch war eine Ent­schei­dung des Be­ru­fungs­ge­rich­tes zur Fort­bil­dung des Rech­tes oder zur Si­che­rung einer ein­heit­li­chen Recht­spre­chung er­for­der­lich. Der Streit­wert wird wie folgt fest­ge­setzt: bis zum 08.12.2010: bis zu 900,00 € da­nach: bis zu 600,00 € (teil­wei­se Er­le­di­gungs­er­klä­rung, Bl. 49 GA) Der Streit­wert einer Klage auf Ein­sicht­nah­me in Ne­ben­kos­ten­be­le­ge be­misst sich auf 1/5 bis 1/10 eines ver­mu­te­ten Rück­for­de­rungs­an­spruchs des Mie­ters. Hat der Mie­ter den Rück­zah­lungs­an­spruch nicht be­zif­fert, ist der Streit­wert nach § 3 ZPO zu schät­zen.